Archive for July, 2008

Rapid, the “Academy of Football”

Nun gibt es nicht nur bei meinen “Hammers” in London die berühmte Academy of Football, auch der SK Rapid Wien kann sich ab sofort so nennen.
Das einzige, was Rapid mit seiner traditionell guten Nachwuchsarbeit bisher zum Status einer Akademie fehlte, war die entsprechende Infrastruktur. Nun hat der SK Rapid mit der Möglichkeit, auch das Sportzentrum in der Südstadt (NÖ) zu nutzen, Akademiestatus erlangt. Das meldete die Website skrapid.at. Akademieleiter ist Rainer Setik.
Bereits im Februar wurde ein entsprechender Antrag beim ÖFB gestellt. Der Antrag wurde angenommen und die Hütteldorfer haben nun Akademiestatus. „Werner Kuhn und Alfred Hörtnagl haben das in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer der Bundessport- und Freizeitzentren, Michael Sulzbacher, und dem Standortleiter der Südstadt, Harald Kraus, ermöglicht“, sagt Rainer Setik.
Sportdirektor Alfred Hörtnagl: „Wir wollen gewährleisten, dass wir künftig noch effizienter arbeiten und uns so ständig weiterentwickeln können. In weiterer Folge wollen wir auch sichern, dass unser Scouting verbessert wird und gute Spieler in diesen Prozess eingegliedert werden.“
Die Nachwuchsmannschaften U15, U17 und U19 trainieren ab sofort auf den teilweise neuen Anlagen im Süden Wiens. Die Jahrgänge darunter bleiben nach wie vor im Hanappi-Stadion.
In Zukunft ist Peter Grechtshammer Nachwuchsleiter von U7 bis U14. Ebenso ist er für das „Junior Project Team“, wo Spieler der U12 bis U14 gezielt gefördert werden, eine Art Vorstufe von „Pro Rapid“ also, zuständig.
Kurt Deringer übernimmt die Rolle des administrativen Leiters und Eduard Wiebogen kümmert sich um die Koordination der Turniere. „Aufgrund des Akademiestatus bin ich mir sicher, dass für alle Nachwuchsteams ein qualitativ hochwertigeres Training zu Stande kommt, da sich die Infrastruktur nun wesentlich verbessert hat. Außerdem stehen uns in Zukunft endlich mehr Plätze zum Trainieren zur Verfügung“, meint Kurt Deringer.

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July 16, 2008 at 8:00 pm Leave a comment

Slomka wär’s gewesen

Mirko Slomka

Mirko Slomka

Den “netten Herrn Slomka” haben ihn die Medien genannt. Das klang ein bisschen abschätzig, man wusste offenbar nicht so recht, was man von ihm halten sollte. Keiner von den ganz großen Namen, die man sich gewünscht hätte, aber immerhin: Vizemeister mit Schalke 04 und Champions League-Viertelfinale. Eine ausländische Lösung hätte mir gefallen, bei Andi Herzog, den ich als Ex-Rapidler und Rekordinternationalen, durchaus mag, habe ich immer das Gefühl, er sei wirklich allzu sehr “der nette Andi” (das liebe “Herzilein”).
Ob Slomka, von dem es heute heißt, er habe dem Fußballbund absagen müssen, der Richtige gewesen wäre, weiß ich nicht. Aber “Herzilein” wird nun, sollte er aus Zeitmangel, zu wenig Phantasie und mangelnder “Kohle” beim ÖFB doch Teamchef werden, immer den Geruch haben, die “2. Wahl” gewesen zu sein.
Grund für Slomkas Absage: Schalke soll ihm keine Freigabe geben, denn dort steht der seit April beurlaubte ehemalige Mathe-Lehrer noch bis Juni 2009 unter Vertrag (Jahresgage über 1 Mio Euro).
Da müsste der ÖFB halt – wie damals bei Hicke, der bei Rapid nicht nur einen Vertrag hatte, sondern die Mannschaft auch noch in der Champions League trainierte – ein bisserl Geld in die Hand nehmen, um mit Schalke und Slomka eine finanzielle Lösung zu finden. Auf die Frage “Und der ÖFB war nicht bereit, eine Ablöse zu bezahlen?” antwortete Slomka im Interview: “Das stand nie zur Diskussion.” Und das Gehalt, das der ÖFB bietet, ist wohl deutlich unter dem, was Herr Slomka für’s Spazierengehen “auf Schalke” kriegt.
Ja, schön langsam wird’s peinlich: Dass Hicke nach der Euro gehen würde, war doch voraussehbar! Gab’s gar keinen “Plan B”?
Das österreichische Team hat sich bei der Euro nicht blamiert – blamiert sich nun der ÖFB bei der Teamchefsuche?

July 16, 2008 at 10:30 am Leave a comment

Fußball ist nicht schwierig


“Fußball ist nicht schwierig. Man muss nur den Ball kontrollieren und zur selben Farbe spielen. Das ist bei jedem System dasselbe”, sagte Red Bull Salzburgs neuer Trainer Co Adriaanse.
Naja, dachte ich, das klingt witzig, das gefällt mir – das ständige Analysieren der verschiedenen Taktiken anlässlich der Euro war interessant, aber auch ein bisschen anstrengend (trotzdem danke, Herr Blumenau!).
Und dann macht der Klub, dessen neuer holländischer Coach auch gesagt hat, der Offensivfußball “ist mein Stil; der große Vorteil daran ist, dass Spieler und Zuschauer mehr Spaß haben”, beim ersten Ligaspiel dem SV Mattersburg sechs Tore rein! Ziemlich ordentlich “zur selben Farbe gespielt”.
Und das mit vier Österreichern in der Mannschaft, wobei Janko drei Tore schießt! Und der in der Saisonvorschau als “ewiges Talent” apostrophierte Ernst Öbster von den “Young Bulls” kriegt eine Bewertung mit “sehr gut” im Kurier.
Na jetzt bin ich gespannt auf Samstag: da spielt Rapid, das mit einer Niederlage gegen Sturm Graz in die Bundesliga gestartet ist, gegen die “Dosen”. Und bei den Hütteldorfern sah’s im ersten Spiel noch so aus, als sei Fußball eher doch schwierig…


July 10, 2008 at 9:54 am Leave a comment

“A bit more exciting”: mehr Offensive, mehr Spaß!

Was haben West Ham United und Red Bull Salzburg gemeinsam?
Gar nichts, werden die meisten sagen. Und auch ich geniere mich geradezu, des Rapid-Anhängers liebsten Feind – die “Dosen” aus Salzburg – und meine “Hammers” in einem Atemzug zu nennen.
Und doch: die Versprechen für die neue Saison – abgegeben vom neuen holländischen Salzburg-Coach Co Adriaanse einerseits und von West Ham-Midfielder Mark Noble (rechts) andererseits – klingen ähnlich.
Die West Ham Fan-Website KUMB schrieb unter dem Titel “Geezers need excitement” kürzlich:
“Many supporters expressed dissatisfaction with the club’s style of play and results – leading to Noble calling upon his fellow players to give the fans something more to cheer next season: ‘Hopefully it’ll be a bit more exciting than last year – and we can push on into the UEFA Cup places,’ he said.
Und Herrn Adriaanse, den neuen Cheftrainer der roten “Dosen” aus Salzburg, zitiert die SportWoche in ihrer Ausgabe vom Dienstag wie folgt:
Der Offensivfußball “ist mein Stil. Der große Vorteil daran ist, dass Spieler und Zuschauer mehr Spaß haben.”
Hoffen wir, dass Mark Noble, der 21-jährige Eigenbau- und U21-Teamspieler von West Ham bei seinen Teamkollegen und vor allem bei Manager Alan Curbishley Gehör findet. “Mehr Offensive, mehr Spaß” möchte auch ich ganz laut über den Ärmelkanal hinüber rufen, wenn ich an die neue Saison denke!
Aber während es in England bekanntlich beinahe noch 6 Wochen (SECHS WOCHEN !!!) dauert, bis “premier league action” zu bewundern ist, durften die Fans im kleinen österreichischen Fußballzirkus früher als sonst irgendwo in Europa “live action” erleben.
Während beispielsweise in der Schweizer Zehnerliga erst am 18. Juli Kick-off ist, ging’s in Österreich – dem Land mit dem absurd frühen Ligastart – schon gestern Abend, am 8. Juli, los. Und schon kommenden Samstag in der 2. Runde werde ich mich selbst davon überzeugen können, wie Herr Adriaanse es bei Auswärtsspielen mit seiner Devise “mehr Offensive, mehr Spaß” hält: da gastieren die “Bullen” (wollte sagen “Dosen”) bei Rapid im Hanappi-Stadion.
———-
PS: So einen wie Nobes (“West Ham through and through”) gibt’s bei Salzburg natürlich nicht, geschweige denn drei weitere Spieler aus der Vereins-Akademie, die schon im First Team spielen!

July 9, 2008 at 8:20 pm Leave a comment


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Was nach der 90. Minute kommt, entscheidet über Sieg oder Niederlage.

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"RAPIDHAMMER'S FOOTBALL DIARY" bringt Hintergrundberichte und Gedanken zum Fußball
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