Archive for September, 2008

“Ab und zu ein kluges Buch lesen”

Die Website RapidHammer vergibt in (un-)regelmäßigen Abständen den “Ehrentitel” HANSE DER WOCHE an Personen, die den Verfasser besonders beeindruckt haben. 
Diesmal beweist der RapidHammer, dass er die weite Welt des Fußballs nicht ausschließlich durch die grün-weiße Vereinsbrille betrachtet, ist doch der Geehrte der Trainer jenes Bundesligateams, das dem bisherigen Tabellenführer SK Rapid die erste Niederlage seit Juli zugefügt hat: Paul Gludovatz von der SV Ried. 1:1 in Wien und 1:0 in Oberösterreich lauteten die Ergebnisse in dieser Woche, die Rapid auch die Tabellenführung kosteten.
Und im Spiel vom folgenden Samstag gelang den Riedern unter ihrem 62-jährigen Coach, der sich nach 26 Jahren als Nachwuchscoach beim Österreichischen Fußballbund auf den Schleudersitz eines Vereinstrainers setzte, ein 1:0-Auswärtserfolg gegen Altach.
Es sind aber weniger diese durchaus beeindruckenden Rieder Resultate, die für die “Hanse”-Nominierung den Ausschlag gaben, sondern neben dem Mut, sich mit 62 von der Quasi-Pragmatisierung beim ÖFB – durchaus erfolgreich – in die “freie Wildbahn” begeben zu haben, vor allem ein sehr gescheites Interview, das Gludovatz diese Woche dem STANDARD gegeben hat.

Darin fiel mir besonders die folgende Passage auf:

“Ich frage mich oft, was sich ein 20-Jähriger denkt, der nach dem Training duscht, heimfährt und die restliche Zeit totschlägt. Ich will den selbstverantwortlichen, kompletten Menschen, der sich in seiner Persönlichkeit weiterentwickelt. Fußballer zu sein bedeutet mehr, als ein Tor zu schießen oder zu verhindern. Er sollte auch ab und zu ein kluges Buch lesen.”

Das gilt sicher nicht nur für Fußballer!

-> Standard-Interview

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September 27, 2008 at 10:44 pm Leave a comment

Kein FC Buddha München mehr

Bayern-Buddhas entfernt
Kath.net berichtet, dass die vier Buddha-Statuen, die der neu angetretene Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann im neuen Trainingszentrum des FC Bayern München hatte aufstellen lassen, nach zwei Monaten wieder entfernt worden sind.
Trainer Jürgen Klinsmann hatte die Buddhas auf der Dachterrasse über dem Trainingsplatz aufstellen lassen und sich davon “positive Energie” versprochen.
Die vier Figuren aus weißem Stein haben nach einer gewissen Zeit Kritik aus Politik und Kirche auf sich gezogen.
Auch christliche Spieler sprachen sich dagegen aus: “Mir können die Buddha-Figuren nicht helfen. Ich habe schon meinen Glauben”, sagte der gläubige Fußballprofi Zé Roberto.

Ob der holprige Saisonstart der Bayern mit den Buddhas etwas zu tun hat, wird wohl nie abschließend geklärt werden können.

September 3, 2008 at 5:28 pm Leave a comment


EXTRA TIME - VERLÄNGERUNG:
Was nach der 90. Minute kommt, entscheidet über Sieg oder Niederlage.

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"RAPIDHAMMER'S FOOTBALL DIARY" bringt Hintergrundberichte und Gedanken zum Fußball
und zum Leben an sich.
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